Wie erzählt man das Leben eines Menschen, der viele andere geprägt hat? Nicht mit Jahreszahlen. Nicht mit einer klassischen Biografie. Sondern mit den Menschen, die ihn erlebt haben.
Genau daraus entsteht derzeit ein ganz besonderer Erinnerungsfilm über Erich Mundstock. Am 30. September kamen auf dem Gelände von Mundstock Reisen in Vechelde-Wedtlenstedt Wegbegleiter, Freunde und Menschen aus der heutigen Stiftung zusammen. Sie erzählen ihre persönlichen Geschichten – von Begegnungen, gemeinsamen Erlebnissen und den Momenten, die bis heute in Erinnerung geblieben sind.
Acht Menschen. Acht Perspektiven. Eine gemeinsame Geschichte.
Der Film wird bewusst ohne klassischen Erzähler auskommen. Stattdessen tragen die Stimmen der Menschen die Geschichte.
Mit dabei sind unter anderem Sarah Mager-Mundstock, heute Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Sikander Shah, Gerhard Glogowski, Karl-Heinz Röper, Dr. Hans-Werner Schrader sowie weitere langjährige Wegbegleiter.
Manche kannten Erich Mundstock über Jahrzehnte. Andere stehen heute für das, was aus seinem Wirken weitergewachsen ist. Dabei geht es nicht darum, einen lückenlosen Lebenslauf nachzuerzählen. Viel spannender sind die kleinen Geschichten:
Wie war er als Mensch? Was war typisch für ihn? Worüber wurde gemeinsam gelacht? Welche Begegnung ist bis heute präsent? Und was von ihm lebt heute weiter? Genau diese Erinnerungen sollen den Film tragen.
Ein alter Koffer als roter Faden.
Auch visuell bekommt die Geschichte ein verbindendes Element: einen alten Koffer. Er begleitet den Film durch verschiedene Stationen und wird zum Symbol für das, was Menschen mitnehmen und weitergeben: Erfahrungen, Werte, Geschichten und Erinnerungen.
Der Drehort könnte dafür kaum passender sein. Große Teile des Films entstehen in und rund um einen Mundstock-Bus. Ein Ort, der unmittelbar mit der Geschichte des Unternehmens verbunden ist und gleichzeitig für Bewegung steht.
Auch kleine Gegenstände werden Erinnerungen öffnen: eine alte Thermoskanne, zwei Tassen, ein Stück Zuckerkuchen. Dinge, die für Außenstehende zunächst unscheinbar wirken. Für die Menschen vor der Kamera aber ganze Geschichten in sich tragen und Sie während des Drehs immer wieder zum Schmunzeln und Reden bringen.
Vom Bus zur Rikscha
Am Ende verändert sich das Bild. Der Koffer verlässt den Bus und findet seinen Platz auf einer Rikscha. Sie steht sinnbildlich für die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Aus der Geschichte eines Busunternehmens ist ein Engagement entstanden, das heute durch die Stiftung weitergetragen wird.
Damit endet der Film nicht einfach mit einem Rückblick.
Er richtet den Blick nach vorn.
Denn vielleicht ist genau das ein Vermächtnis: Dass etwas, das ein Mensch begonnen und vorgelebt hat, von anderen aufgenommen, weiterentwickelt und in eine neue Zeit getragen wird.
Erinnerungen bleiben nicht stehen. Sie reisen weiter.
Es war eine Freude diesen Film mit allen Projektbeteiligten gemeinsam zu gestalten. Danke, dass wir Teil dieses schönen Wissensprojekt sein durften. Jetzt geht es in den Schnitt… Wir freuen uns auf das fertige Ergebnis.